Das Répertoire International des Sources Musicales (RISM) ist ein länderübergreifendes gemeinnützig orientiertes Dienstleistungsunternehmen mit dem Ziel, die weltweit überlieferten Quellen zur Musik umfassend zu dokumentieren. Die erfassten musikalischen Quellen sind handschriftliche und gedruckte Noten, Schriften über Musik und Textbücher. Sie werden in Bibliotheken, Archiven, Klöstern, Schulen und Privatsammlungen aufbewahrt. RISM ist das grösste und einzige global operierende Unternehmen zur Dokumentation schriftlicher musikalischer Quellen. RISM weist nach, was vorhanden ist und wo es aufbewahrt wird. Gegründet wurde RISM 1952 in Paris. Die Arbeitsstelle Schweiz des RISM beschreibt die in Schweizer Bibliotheken und Archiven überlieferten handschriftlichen und gedruckten Noten und Schriften über Musik nach international verbindlichen wissenschaftlichen Normen. Sie leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des musikalischen Kulturgutes der Schweiz. Seit ihrer Gründung im Jahr 1956 hat sie weit über 10'000 Einzeldrucke vor 1800, Sammeldrucke des 16., 17. und 18. Jahrhunderts und Schriften über Musik, über 35'000 handschriftliche Noten nach 1600 sowie über 21'000 gedruckte Noten des 19. und 20. jahrhunderts systematisch erfasst. Ein besonderes Schwergewicht hat in den Inventarisierungsarbeiten die Erfassung von Musikhandschriften. In dieser Arbeit spielt besonders der Aspekt des Kulturgüterschutzes bzw. derjenige der 'Bewahrung des musikalischen Gedächtnisses der Schweiz' eine herausragende Rolle. Durch diese Erfassungstätigkeit kann die Arbeitsstelle Schweiz des RISM heute als zentrale Auskunftsstelle für Anfragen zu handschriftlich überlieferten Noten, zu zeitgenössischen Notendrucken und zu Schriften über Musik benutzt werden.